Dienstag, 31. Dezember 2019

SAFARI, STURM UND STROMAUSFALL

Hallo ihr Lieben 
heute ging es um 5:30 Uhr los in Richtung Etosha Park ( über 22.000 Quadratkilometer) damit wir gleich um 7 Uhr auf Safari gehen können. Pünktlich durften wir dann in die afrikanischen Klapperkisten umsteigen. Für die nächsten acht Stunden war das unser Zuhause, mit kleinen Zwischenstopps. 
Was wir gesehen haben, hat die Strapazen zum Teil entschädigt: anfangs kamen uns massenweise Springböcke, Zebras und Oryxe entgegen. Interessant bei den letzteren, das sie im Gehirn eine Art netzförmiger Blutkühlung haben. Die hätte ich heute auch gebraucht. Es war der anstrengendste Tag der Reise, weil die Geräusche auf den unebenen Straßen Presslufthammern gleichen. Pinkelpause gab es in einem eingezäunten Gehege, damit man nicht von wilden Tieren überrascht oder gar gefressen wird.
Am Nachmittag konnten wir Gnus, Löwen, Giraffen und Elefanten beobachten und sogar eine Hyäne zeigte sich. Dafür mussten wir immer wieder Wartezeiten in Kauf nehmen, denn häufig sammeln sich die Tiere an den Wasserlöchern und die Löwen liegen dort bis zu sieben Tage auf der Lauer. Das ist ein echter Krimi in der Wildnis! Zwischendurch haben wir allerlei Kleintiere gesehen wie Schildkröten, Erdmännchen sowie Eichhörnchen.
Alle Tiere leben hier in einem intakten Ökosystem und als Mensch muss man sich auf Lauer legen. Nicht jeder Tag ist gleich, ähnlich wie beim Angeln. Ich bin zwar todmüde, aber mit der Ausbeute zufrieden. Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Start ins neue Jahr und werde meine Glückwünsche dann persönlich in Deutschland übermitteln.

Bussi
eure Maggie 

















Montag, 30. Dezember 2019

TRÜFFEL, TANZ UND TERMITEN

Hallo ihr Lieben 
gestern habe ich den Abend noch mit Christine und Marlene bei einem vorzüglichen Essen im Hansa Hotel ausklingen lassen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Trüffelsuppe gegessen und zwar vom Kalahari Trüffel, der in der Regenzeit in der Wüste wächst. Trüffel ist hier übrigens unschlagbar günstig: 10 € - pro Kilo wohlgemerkt! Danach gab es einen Adlerfisch als Catch of the day mit Süßkartoffelstampf und Spargel, der nur in dieser Gegend wächst. Das war ein gelungener Abschluss in unserem Luxustempel.
Heute kam dann das krasse Gegenteil: Auf dem Weg zum Etosha Nationalpark haben wir den Stamm der San in einem Naturreservat besucht. Die Buschmänner zeigten uns wie sie Feuer machen, Perlhühnern Fallen stellen und auf die Jagd gehen - das Ganze in ihrer Klicksprache. Ich habe einfach mal genickt und mir die zauberhaften Kinder angeschaut. Am liebsten hätte ich die kleine Trosha adoptiert;-) Zum Schluss durfte unsere Gruppe beim Regentanz mitmachen und ein paar liebevoll gemachte Kettchen kaufen, an denen die Namen der Künstler hängen. 
Dann hieß es weiter Kilometer fressen durch staubige Straßen, vorbei an Termitenhügeln. 400 Kilometer war heute unser Tagesziel. Morgen und übermorgen werden wir hier Safaris machen. Dann heißt es zweimal um 4:30 Uhr aufstehen. Hier müssen sich die Touristen halt noch nach den Tieren richten:-)

Bussi und bis Morgen 
eure Maggie 





















Sonntag, 29. Dezember 2019

SEEHUNDE, SALINEN UND SAND-RALLYE

Hallo ihr Lieben
heute habe ich in unserem Luxustempel herrlich geschlafen ohne Sorge vor Schlangen, Kakerlaken oder Moskitos. Des Weiteren habe ich meine schmutzige Wäsche abgegeben und bekomme sie ganz frisch heute Abend für den zweiten Teil meiner Reise zugestellt. 
Aber nun zu den Highlights, die ich zusätzlich gebucht habe und keinen Cent davon bereue. Am Vormittag bin ich aufs Boot gegangen, um Wale, Delphine und Seehunde zu beobachten. Unser Skipper war eine Frau und das Universum tat sein Übriges dazu, unter anderem haben wir zwei Mal überraschenden Besuch von Seehunden an Bord bekommen - Wahnsinn! Und auch ein Wal zeigte sich. Als Picknick gab es noch frische Austern und Sekt.
Um die Mittagszeit wartete schon Chris am Hafen auf mich, der Champion der Rough & Tough Rallye 2018 in Namibia (könnt ihr mal googeln). Der Vormittag sollte noch getoppt werden. Unterwegs zur Wüste zeigte er uns de weltgrößte Population von Flamingos (70.000) und rosafarbene Salinen. Das war einfach surreal und wie vom anderen Stern.
Doch das war nur das Vorspiel für eine mehrstündige Rallye durch die Wüste, bei der wir 150 Grand hohe Dünenwände rauf- und runtergesaust sind. Angst vor Achterbahnen habe ich nach diesem Erlebnis echt nicht mehr! Unser Jeep war 400 PS stark und der Reifendruck musste zuvor von 2,2 auf 0,8 Bar gesenkt werden. Beim Picknick gab es dann ein Bierchen mit Chinesen, die wir unterwegs getroffen haben. Was für ein Tag! Jetzt bin ich im Hotel und bin froh, dass wir nicht stecken geblieben sind, einigen ist das leider passiert. Nun springe ich unter die Dusche, um die Sandkörner loszuwerden.

Bussi und bis Morgen 
eure Maggie


















Samstag, 28. Dezember 2019

HALBZEIT, HÖLLENFAHRT UND HANSA HOTEL

Hallo ihr Lieben
das Internet ging gestern irgendwann einmal wieder, dank Leo! Er hat die Fritzbox der Lodge mit Erfolg resettet:-) 
Heute wurde meine körperliche Fitness auf die Probe gestellt. Auf dem Weg zum südlichsten Nordseebad - Swakopmund - ging es 450 Kilometer über die schlimmste Schotterpiste meines Lebens. Ich bin so durchgeschüttelt worden, dass es mir immer wieder kotzübel wurde. Keine Achterbahnfahrt kann mit dieser Busfahrt mithalten. Etwas Gutes hat das: Turbulenzen im Flieger können mir in Zukunft nichts mehr anhaben:-) 
Auf der Strecke gab es außer einer abwechslungsreichen Landschaft sowie den Wendekreisen des Steinbocks und Krebses nichts. Das einzige Nest, wo wir unterwegs Pause gemacht haben, hieß ,Solitaire‘ - das sagt schon alles. Das Kaff wirkte ausgestorben wie in amerikanischen Filmen der 80er Jahre. Überhaupt denke ich hier oft an Amerika mit seinen Wüstenlandschaften und Canyons.
Nach der Höllenfahrt freute ich mich sehr auf das kleine Städtchen Swakopmund, das heute wie ein Nordseebad wirkt und noch dazu am Atlantik liegt, siehe die Bodyboardwellen.... :-) Auch die Temperaturen sind mit 20 Grad angenehm, die Meeresbrise lässt mich gleich Zuhause fühlen.
Das Hansa Hotel in dem wir heute und morgen übernachten, stammt aus der Kolonialzeit (1905) und ist die angesagteste Adresse am Ort - vor allem hat es kein Busch-WLan! Diesen Luxus haben wir uns heute verdient! Nach einer erfrischenden Dusche habe ich mir mit Marlene und Christine die Beine vertreten und jetzt gehen wir in ein deutsches Brauhaus mit der Gruppe essen. Danach falle ich in ein Prinzessinenbett,
Bussi eure Maggie