Samstag, 4. Januar 2020

EINCHECKEN, EINSCHLAFEN UND ENDSPURT

Hallo ihr Lieben,
vor dem Abflug konnte ich doch kein Auge mehr zutun, aber immerhin habe ich mich ein bisschen entspannt. Wir haben schließlich in den letzten Tagen 3997 Kilometer zurückgelegt. Ich habe im Hotel ausgehandelt, dass ich das Zimmer bis 17 Uhr behalten darf. Anfangs wollten sie 60 € dafür, einen Handschlag von mir gab es bei 10 €, geht doch:-) So konnte ich noch duschen und in Ruhe packen. 
Am Flughafen in Windhoek gibt es übrigens zwei Schalterhallen, eine edle für offizielle Gäste und Staatsbesucher sowie eine zweite weitestgehend im Wellblech-Design für das Fußvolk. Erstere steht meistens leer, letztere ist immer gut gefüllt. Wir wurden sehr schnell abgefertigt, da das Personal lieber am Smartphone chattet als genau hinzuschauen. Nach allen Kontrollen sitzt man dann in einer winzigen Halle - eine Art Wohnzimmer - und verprasst seine letzten Dollar. Christine und ich hatten uns für Bier entschieden, um besser im Flieger schlafen zu können. Und es hat geklappt, ich habe 6 Std. geschlafen - Danke Universum! 
Überhaupt war der Flug sehr ruhig und angenehm, die Landung super sanft. In Frankfurt sind heute morgen wohl zeitgleich sehr viele Maschinen gelandet, lange Gepäckschlangen und Stau an den Shuttle-Haltestellen waren die Folge. Mit Marlene und Christine habe ich ein Abschiedsfoto geknipst und dann bin ich auf meinen Zug gerannt. Titania hat den Auslauf nach 10 Stunden Flug genossen und so habe ich den ICE um kurz nach 8 Uhr bekommen. 
Jetzt bin ich glücklich zu Hause angekommen und freue mich auf ein ausgiebiges Bad. Mein Daddy hat mich mit einem bezaubernden Blumenstrauß überrascht. Danke an ihn und alle Blog-Mitreisenden und bis zum nächsten Mal;-)

Bussi
eure Maggie 












Freitag, 3. Januar 2020

BIERHAUS, BAR UND BILTONG

Hallo ihr Lieben
Joe‘s  Beerhouse ist im Grunde ein riesiger Biergarten mit ganz vielen, unterschiedlich großen Nischen. Von außen ist er mit Gittern und Stacheldraht gesichert, überall läuft Security rum. Die Location ist zwischen urig und abgefahren eingerichtet, unter anderem sitzen Männer auf Kloschüsseln rund um die Bar. Die Chinesen ziehen sich hier die Schweinshaxe mit Sauerkraut rein und packen die Reste sogar noch fürs Frühstück ein;-)
Ich habe einen Hecht mit Pommes und Salat genommen und bei den Steak-Liebhabern gab es nochmal Oryx-Fleisch. Das hatte ich hier übrigens auch schon als Roulade und Gulasch - köstlich! Mit Strauß, Steinbock und Zebra konnte ich nicht so viel anfangen, mit Oryx in getrockneter Form als Biltong allerdings auch was. Ingesamt ist es etwas pervers die Tiere auf der Safari zu beobachten und sie am Abend vom Grill zu genießen, aber im Prinzip machen wir es mit unseren heimischen Tieren in Deutschland auch nicht anders. Ich komme etwas ins Nachdenken.
Heute habe ich mit Christine und Marlene noch ein leckeres Frühstück im Hotel genossen und dann war Bummeln in Windhoek angesagt. Es galt ja noch die restlichen Namibischen Dollar auf den Kopf zu hauen. Viel Auswahl hatten wir nicht, aber einen neuen Kühlschrankmagneten habe ich bekommen. Um 17.30 Uhr holt uns unser Bus zum Flughafen ab. Jetzt mache ich noch ein Nickerchen und dusche später. Da ich nicht weiß, ob es am Flughafen Internet gibt, melde ich mich nach der Landung in Deutschland wieder kurz bei euch.

Bussi
eure Maggie



















Donnerstag, 2. Januar 2020

MORGENTEE, MORGENSTERNFELDER UND MUßE

Hallo ihr Lieben
heute konnten wir bis 7 Uhr ausschlafen, ich war bereits um 5:30 Uhr wach und ich hatte Strom! Also gab es meinen Morgentee mit Honig und Zitrone. Die Zitrone hat mir Maria von der Lodge besorgt - danke dafür. Dabei habe ich gemütlich meine Blogeinträge geschrieben, die nur noch auf einen Internet-Anschluss warten;-). Ich hoffe, dass ihr euch keine Sorgen gemacht habt, weil ich mich drei Tage nicht gemeldet habe. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns vom Personal verabschiedet, das sich sehr viel Mühe gegeben hatte, aber für Naturphänomene wie Sturm oder fliegende Termiten natürlich nichts kann. Ich bin happy, vor allem weil mich keine Moskito gestochen hat, die ja Feuchtigkeit lieben. Danke Universum!
Der Tag verlief mit viel Muße. Auf dem Weg nach Windhoek bin ich immer wieder eingenickt und habe mich dann an der grünen Landschaft sowie den gelben Morgensternfeldern ergötzt. Nach der Dürre der letzten Tage war das eine echte Augenweide. Dann einige Stunden später wieder ein Kontrastprogramm: die Townships von Windhoek. Zuvor wurde unser Bus noch gewogen, nur um die Brücke dorthin passieren zu können. Auf der anderen Seite reihten sich die Blechhütten aneinander, bitterste Armut auf engsten Raum. Wieder bin ich dankbar, in Europa geboren und aufgewachsen zu sein.
Jetzt sind wir im Hotel angekommen und ich werde mir mein Prinzessinnen-Zimmer doppelt zu schätzen wissen. Ich nehme jetzt eine warme Dusche und dann gehe ich mit der Gruppe zum Abschiedsessen in Joe’s Beerhouse, die Topadresse hier in Windhoeck.

Bussi,
eure Maggie














Mittwoch, 1. Januar 2020

NEUJAHR, NATURPARK UND NASHORN

Hallo ihr Lieben
als wir gestern in unserer Lodge ankamen, waren einige Zimmer aufgrund eines Sturms verwüstet, weil ein Baum entwurzelt wurde und auf Dächer fIel. Einige von uns mussten umziehen. Seitdem gibt es auch kein Internet. Unser Regentanz von vor zwei Tagen wurde mehr als erhört! 
Mein Zimmer ist heil geblieben und ich habe mir erst einmal den Staub aus dem Naturpark abgeduscht. Danach gab es ein von Trommeln und Gesang begleitetes Silvesteressen. Man musste allerdings schnell essen, damit fliegende Termiten nicht ins Essen fallen, weil sie bei Regen ihren Paarungstanz durchführen. Zur Krönung folgte noch ein Stromausfall. Damit sind auch alle Aktivitäten schlagartig erloschen. 
Irgendwie habe ich mein Zimmer gefunden, aber ich hatte im Stockdunkeln etwas Schiss vor Schlangen und Ungeziefer. Beim Licht meines iPhones habe ich mich dann bettfertig gemacht und dabei eine Kontaktlinse verloren. Ich hoffe euer Start ins neue Jahr war besser!
Heute Morgen um 4:30 Uhr musste ich mich wieder im Dunkeln anziehen und packen, um in den Bus zur Safari zu kommen. Noch nie habe ich mir das Tageslicht so sehr herbeigesehnt wie heute! Im Bus haben wir gleich unsere Handys per USB aufgeladen. Telefonieren und WLAN nutzen kann ich damit ohnehin gerade nicht, aber immerhin die Tiere fotografieren;-) 
Heute habe ich mir bei der Safari viel Zeit für Details genommen und eine zweistündige Pause am Wasserloch gegönnt. Prompt kamen ganz viele Steinböcke zum Trinken und auch ich habe Kräfte gesammelt. Zum Schluss der Safaritage haben wir noch ein Nashorn zu Gesicht bekommen! Jetzt freue ich mich schon auf Windhoek, auf eine Stadt mit Strom, frei von Termiten-Paarungstänzen und mit Internet!

Bussi
eure Maggie